Das Wichtigste in Kürze
- Jedes Projekt braucht vier Angaben: Nutzungsart, BGF oder Bausumme, Leistungsphasen (HOAI LPH 1–9) und Ergebnis. Ohne diese vier ist jede Station austauschbar.
- Die Berufsbezeichnungen „Architektin" und „Architekt" sind geschützt – führen darf sie nur, wer in der Architektenliste einer Länderkammer eingetragen ist. Die Kammern verlangen dafür ein Architekturstudium mit mindestens vier Jahren Regelstudienzeit und in der Regel zwei Jahre Praxis; Einzelheiten regeln die Architektengesetze der Länder.
- Mit der Eintragung ist die Bauvorlageberechtigung für die Berufsaufgaben der Fachrichtung verbunden (Landesbauordnung) – für Büros die Frage, wer den Bauantrag unterschreiben darf.
- Das Portfolio ist Pflichtanlage: schlankes PDF, wenige starke Projekte, Eigenanteil je Projekt ausgewiesen. Der Lebenslauf verweist darauf, er ersetzt es nicht.
- Software gehört mit Systemnamen in den Lebenslauf – Revit, ArchiCAD, Allplan, Vectorworks, AutoCAD, iTWO oder ORCA AVA. „Gute CAD-Kenntnisse" ist keine Angabe.
Ein Lebenslauf für Architektinnen und Architekten wird an vier Angaben pro Projekt gemessen: Nutzungsart, Größe (BGF oder Bausumme), bearbeitete Leistungsphasen nach HOAI und das Ergebnis. Wer „Mitarbeit bei verschiedenen Bauvorhaben" schreibt, zwingt den Büroinhaber zum Raten – und der rät nicht, er legt die Bewerbung weg. Dazu kommen zwei Dinge, die es in anderen Berufen so nicht gibt: die Berufsbezeichnung ist geschützt und an die Kammereintragung gebunden, und das Portfolio ist eine Pflichtanlage, keine Zugabe. Dieser Leitfaden zeigt, wie Sie Projekte, Leistungsphasen, Software und Portfolio so darstellen, dass Entwurfs- und Bauleitungsprofile erkennbar bleiben.
Worauf Recruiter beim Lebenslauf für Architektinnen und Architekten zuerst achten
Gelesen wird der Lebenslauf meist von einer Projektpartnerin oder dem Büroinhaber selbst, nicht von einer Personalabteilung. Zuerst wird der Schwerpunkt gesucht: Entwurf, Ausführungsplanung oder Bauleitung – die Bearbeitungstiefe unterscheidet sich zu stark, um beides gleichzeitig zu behaupten. Danach die Projektwelt: Wohnungsbau, Bildungsbau, Gewerbe, Sanierung im Bestand, Denkmal. Dann die Größenordnung über BGF, Bausumme und Leistungsphasen. Erst zum Schluss Software und Zusatzqualifikationen. Bei öffentlichen Auftraggebern kommt die Kammereintragung dazu, weil sie über Bauvorlageberechtigung und Teilnahme an Vergabeverfahren entscheidet.
Aufbau: Die richtige Reihenfolge für Architektinnen und Architekten
Der Lebenslauf folgt dem tabellarischen Standardaufbau – entscheidend ist, was in dieser Rolle nach oben gehört und wie ausführlich die einzelnen Abschnitte ausfallen. Für Architektinnen und Architekten hat sich diese Reihenfolge bewährt:
- Kontaktdaten und Kurzprofil. Drei bis fünf Zeilen mit Berufsjahren, Bauaufgabe, Schwerpunkt-Leistungsphasen, größter Bausumme und – falls vorhanden – Kammereintragung mit Jahr.
- Berufserfahrung mit Referenzprojekten. Pro Station drei bis fünf Projekte als Ergebnis-Bullets mit Nutzungsart, BGF oder Bausumme, LPH und Ergebnis; die Rolle im Projekt benennen (Projektleitung, Bearbeitung, Bauleitung).
- Kenntnisse als eigener Block. Gruppiert nach CAD/BIM, AVA und Kosten, Vergabe- und Bauordnungsrecht, Bauphysik/Nachhaltigkeit, Darstellung – so findet das Büro sein Stichwort in fünf Sekunden.
- Ausbildung, Kammer und Fortbildung. Studium mit Hochschule und Vertiefung; Eintragung in die Architektenliste mit Kammer und Jahr; Fortbildungen nur, wenn sie Aufträge oder Leistungen ermöglichen.
- Wettbewerbe, Preise, Veröffentlichungen. Kurzer eigener Block mit Jahr, Verfahren, eigener Rolle und Rang – bei Berufseinsteigern oft der stärkste Abschnitt.
- Anlagen: Projektliste und Portfolio. Ein Satz im Lebenslauf verweist auf beides; die Projektliste trägt die Zahlen, das Portfolio die Bilder.
Kurzprofil für Architektinnen und Architekten: Beispiele
Das Kurzprofil steht direkt unter den Kontaktdaten und beantwortet in drei bis fünf Zeilen, wer Sie sind, wie lange Sie was gemacht haben und wohin Sie wollen. Zwei Muster, die Sie an Ihre Zahlen anpassen:
- „Architekt (M.Sc.), eingetragen in der Architektenliste der Architektenkammer Baden-Württemberg seit 2022, 6 Jahre Bürozeit mit Schwerpunkt Ausführungsplanung und Objektüberwachung (LPH 5–8). Projekte im Wohnungs- und Bildungsbau bis 6.800 m² BGF und 21 Mio. Euro Bausumme, Planung modellbasiert in Revit, Ausschreibung mit iTWO. Ziel: Projektleitung im Bildungs- oder Gesundheitsbau."
- „Architektin mit 13 Jahren Erfahrung, davon 7 in der Projektleitung für öffentliche Auftraggeber (VgV-Verfahren, Vergabe nach VOB/A). Verantwortung für Bauvorhaben bis 34 Mio. Euro Bausumme über alle Leistungsphasen, Führung von 6 Mitarbeitenden und bis zu 11 Fachplanern je Projekt. Kammereintragung seit 2015, Bauvorlageberechtigung, SiGeKo-Qualifikation. Fokus: Bauherrenvertretung oder Büroleitung im öffentlichen Hochbau."
Berufserfahrung formulieren: Muster-Station und Beispiele
Jede Station braucht Zeitraum, Titel, Arbeitgeber mit Größenordnung – und darunter drei bis fünf Ergebnisse statt einer Aufgabenliste. So kann eine Station im Lebenslauf für Architektinnen und Architekten aussehen:
04/2019 – heute · Projektarchitekt, Leistungsphasen 5–8 – Architekturbüro mit 45 Mitarbeitenden, Schwerpunkt Bildungs- und Verwaltungsbau
• Ausführungsplanung und Objektüberwachung (LPH 5–8) für eine Grundschule mit Sporthalle, 6.800 m² BGF, 21,4 Mio. Euro Bausumme; Übergabe vier Wochen vor dem vertraglichen Termin
• Koordination von 9 Fachplanern (Tragwerk, TGA, Bauphysik, Brandschutz) und 34 ausführenden Firmen inklusive wöchentlicher Baubesprechung und Mängelverfolgung
• Ausschreibung und Vergabe von 28 Gewerken nach VOB/A mit iTWO; Vergabesumme 3,1 Prozent unter der Kostenberechnung nach DIN 276
• Prüfung von 19 Nachträgen über 640.000 Euro, davon 11 abgewehrt – kein Verfahren, keine Bauzeitverlängerung
• Einführung der modellbasierten Ausführungsplanung in Revit für zwei Pilotprojekte, IFC-Austausch mit Tragwerk und TGA, Kollisionsprüfung in Solibri
Der Unterschied zwischen einer schwachen und einer starken Formulierung liegt fast immer in Zahl, Umfang und Ergebnis:
| Schwach (Aufgabe) | Stark (Ergebnis) |
|---|---|
| Mitarbeit bei verschiedenen Bauprojekten | Ausführungsplanung (LPH 5) für zwei Wohnanlagen mit 118 Wohneinheiten, 11.200 m² BGF, in Allplan; Detailplanung Fassade und Erschließungskerne |
| Erfahrung in der Bauleitung | Objektüberwachung (LPH 8) für einen Laborneubau, 17 Mio. Euro Bausumme, 26 Gewerke, Abnahme ohne wesentliche Mängel |
| Erstellung von Ausschreibungen und Kostenermittlungen | Ausschreibung und Vergabe von 22 Gewerken nach VOB/A mit ORCA AVA, Kostenverfolgung nach DIN 276 über 26 Monate Bauzeit, Endabrechnung im Budget |
| Gute CAD-Kenntnisse, BIM-Erfahrung | Revit seit 2018 (modellbasierte Ausführungsplanung, IFC-Export nach BIM-Abwicklungsplan, LOD 300–400), daneben ArchiCAD und Vectorworks |
| Teilnahme an Architekturwettbewerben | Bearbeitung von 5 Wettbewerbsbeiträgen im Viererteam (Entwurf, Modellbau, Layout), davon ein 2. Preis für einen Schulcampus und eine Anerkennung |
| Kontakt zu Bauherren und Behörden | Bauantragsverfahren für 6 Vorhaben bis zur Genehmigung geführt, inklusive Abstimmung mit Bauaufsicht, Denkmalpflege und Brandschutzprüfsachverständigem |
Kenntnisse: Hard Skills und Soft Skills für Architektinnen und Architekten
Fachkenntnisse gehören als benannte Begriffe in den Lebenslauf – so, wie sie in Stellenanzeigen stehen, damit Recruiter und Bewerbermanagementsysteme sie finden. Soft Skills nur mit Beleg, nie als Adjektivliste.
| Hard Skills (benennen) | Soft Skills (belegen) |
|---|---|
| CAD und BIM: Revit, ArchiCAD, Allplan, Vectorworks, AutoCAD; IFC-Austausch, Kollisionsprüfung in Solibri | Führung auf der Baustelle – wöchentliche Baubesprechung mit 34 Firmen, Protokoll- und Mängelverfolgung |
| AVA und Kosten: iTWO, ORCA AVA, California.pro; Kostenermittlung nach DIN 276, Flächen nach DIN 277 | Bauherrenkommunikation – vier Bau- und Finanzausschusssitzungen für einen kommunalen Auftraggeber vorbereitet und vertreten |
| Leistungsphasen HOAI 1–9, Schwerpunkt LPH 5–8 (Ausführungsplanung bis Objektüberwachung) | Konfliktklärung – 19 Nachträge über 640.000 Euro geprüft, ohne Rechtsstreit abgeschlossen |
| Vergabe und Vertrag: VOB/A und VOB/B, VgV-Verfahren, Nachtragsprüfung, Terminverfolgung | Entwurfsarbeit im Team – 5 Wettbewerbsbeiträge im Viererteam, davon ein 2. Preis |
| Bauordnungsrecht: Landesbauordnung, Bauantrag, Abstimmung mit Bauaufsicht und Denkmalpflege | Fachliche Anleitung – Einarbeitung von zwei Berufseinsteigern in den Bürostandard für Revit |
| Bauphysik und Nachhaltigkeit: GEG-Nachweise, Brandschutzkonzepte, DGNB- oder BNB-Zertifizierung | |
| Terminplanung: MS Project, Asta Powerproject; Bauzeitenpläne und Soll-Ist-Verfolgung | |
| Darstellung: Adobe InDesign, Photoshop, Illustrator, Enscape oder Twinmotion | |
| Englisch verhandlungssicher (C1) – internationale Wettbewerbe und Fachplanerabstimmung |
Ausbildung, Zertifikate und Weiterbildung
Der Abschluss entscheidet hier über mehr als die Bewerbung. Für die Eintragung in die Architektenliste verlangen die Länderkammern ein Architekturstudium mit mindestens vier Jahren Regelstudienzeit (Bachelor und Master zusammengerechnet) und in der Regel zwei Jahre praktische Tätigkeit in den Berufsaufgaben der Fachrichtung; die Einzelheiten stehen in den Architektengesetzen der Länder. Nennen Sie Abschluss, Hochschule und Vertiefung in einer Zeile; die Masterarbeit nur in den ersten Berufsjahren, dann mit Thema und Betreuung. Fortbildungen mit Jahr, wenn sie Leistungen ermöglichen: SiGeKo nach RAB 30, Eintragung in die Energieeffizienz-Expertenliste, BIM-Koordination, Brandschutzplanung, Sachverständigentätigkeit, Qualifikationen für das Bauen im Bestand.
„Architekt" ist geschützt: Kammereintragung und Bauvorlageberechtigung
Die Berufsbezeichnungen Architektin und Architekt, Innenarchitektin und Innenarchitekt, Garten- und Landschaftsarchitektin sowie Stadtplanerin und Stadtplaner sind in Deutschland geschützt. Führen darf sie nur, wer in der Architekten- oder Stadtplanerliste einer Länderkammer eingetragen ist. Wer noch nicht eingetragen ist, schreibt in den Lebenslauf „M.Sc. Architektur" oder „Architekturabsolventin, Eintragung zum Frühjahr angestrebt" – nicht „Architektin". Mit der Eintragung selbst gehören Kammer und Jahr in den Lebenslauf: „Eintragung Architektenliste, Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, seit 2021". Daran hängt die Bauvorlageberechtigung für die Berufsaufgaben der Fachrichtung, geregelt in der jeweiligen Landesbauordnung. Für ein Büro ist das keine Formalie, sondern die Antwort auf die Frage, wer den Bauantrag unterschreiben kann. Innenarchitektinnen und Innenarchitekten haben eine eigene Liste, und die Bauvorlageberechtigung ist dort je nach Land eingeschränkt – deshalb gehört die Fachrichtung in die Angabe – „Kammermitglied" allein reicht nicht.
Projekte mit Größe: BGF, Bausumme, Leistungsphasen, Nutzungsart
Ein Projekt ohne Zahlen ist im Architekturlebenslauf eine leere Zeile. Vier Angaben machen es lesbar: Nutzungsart (Grundschule, Laborgebäude, Wohnanlage mit 118 Einheiten), Größe als Bruttogrundfläche nach DIN 277 oder als Bausumme, die bearbeiteten Leistungsphasen nach HOAI und das Ergebnis – Termin, Budget, Genehmigung, Abnahme. Die Leistungsphase ist dabei die wichtigste Angabe, weil sie die Bearbeitungstiefe verrät: LPH 2–3 ist Entwurf, LPH 5 Ausführungsplanung, LPH 6–7 Ausschreibung und Vergabe, LPH 8 Bauüberwachung, LPH 9 Objektbetreuung. Ab etwa fünf relevanten Projekten wird der Lebenslauf zu voll. Dann bleiben pro Station drei bis vier Referenzprojekte, alles Weitere kommt in eine ein- bis zweiseitige Projektliste in die Anlagen: Zeitraum, Projekt, Auftraggeberart, Nutzung, BGF, Bausumme, LPH, eigene Rolle. Wettbewerbe und Preise stehen separat mit Jahr, Verfahren, Rang und eigener Rolle im Team – ein 2. Preis, an dem Sie den Entwurf mitverantwortet haben, wiegt mehr als drei Beteiligungen ohne Rang.
Portfolio: Pflichtanlage, nicht Kür
Kein Architekturbüro lädt jemanden ohne Arbeitsproben ein. Das Portfolio ist damit Teil der Bewerbung, und der Lebenslauf verweist mit einem Satz darauf, statt es zu ersetzen. Bewährt hat sich ein PDF im Querformat, wenige Seiten, die stärksten Projekte vorn – und eine Dateigröße, die durch Mailfilter kommt; wer mehr zeigen will, hängt eine schlanke Auswahl an und verlinkt die vollständige Fassung. Entscheidend ist der Eigenanteil: Zu jedem Projekt gehört ein Satz, was Sie selbst gemacht haben (Entwurf, Detail, Visualisierung, Bauleitung) und was Teamleistung war. Bei Bewerbungen auf Ausführungsplanung gehören Details, Schnitte und Regeldetails ins Portfolio, bei Entwurfsstellen Konzept, Diagramme und Modellfotos. Wer für beides dieselbe Mappe schickt, verliert gegen die Bewerbung, die für die ausgeschriebene Aufgabe zusammengestellt wurde.
Entwurf oder Bauleitung? Legen Sie sich fest
Entwurf und Bauleitung sind zwei Bewerbungsprofile mit unterschiedlichem Vokabular. Ein Entwurfsprofil erzählt von Wettbewerben, Konzept, Materialität, Genehmigungsplanung und Präsentationen vor dem Bauherrn; ein Bauleitungsprofil von Gewerken, Terminen, Nachträgen, Abnahmen und Kostenverfolgung nach DIN 276. Beides gleichzeitig behauptet, wirkt unentschieden – das Büro sucht in aller Regel genau eine der beiden Rollen. Schreiben Sie den Schwerpunkt ins Kurzprofil und gewichten Sie die Bullets entsprechend; die andere Seite bleibt sichtbar, aber kürzer. Bei öffentlichen Auftraggebern kommt eine dritte Anforderung dazu: In Vergabeverfahren nach VgV werden Referenzprojekte mit vergleichbarer Nutzung, Größenordnung und Leistungsphase abgefragt. Wer schon in solchen Verfahren mitgearbeitet hat, schreibt das ausdrücklich hin – „Bewerbungs- und Verhandlungsverfahren nach VgV für vier Vorhaben mitbearbeitet, davon zwei beauftragt" ist für Büros mit öffentlichen Auftraggebern ein eigenes Argument.
In den Bewerbungen, die wir seit 2013 für Architektinnen und Architekten erstellt haben, war die häufigste Schwäche nicht fehlende Erfahrung, sondern eine Projektliste ohne Zahlen: „Neubau Verwaltungsgebäude, Bauleitung" – ohne BGF, ohne Bausumme, ohne Leistungsphase. Eine Architektin mit elf Jahren Bürozeit bewarb sich auf eine Projektleitung im Bildungsbau und war zweimal abgelehnt worden; im Lebenslauf standen zwölf Projekte, jedes in einer Zeile. Wir haben vier Referenzprojekte mit Nutzung, BGF, Bausumme und LPH in den Lebenslauf gestellt, den Rest in eine zweiseitige Projektliste ausgelagert und das Portfolio auf sechs Projekte mit ausgewiesenem Eigenanteil gekürzt. Die erste Einladung kam vom Büroinhaber selbst – mit Rückfragen zu den Nachträgen, nicht zum Werdegang.
Häufige Fehler im Lebenslauf für Architektinnen und Architekten
Die meisten Schwächen sind keine Rechtschreibfehler, sondern Gewichtungsfehler – zu viel Aufgabe, zu wenig Ergebnis, zu wenig Rollenbezug. Diese Punkte fallen in dieser Berufsgruppe besonders häufig auf:
- Projekte ohne Kennzahlen – „Neubau eines Verwaltungsgebäudes" sagt nichts. Nutzungsart, BGF oder Bausumme und Leistungsphase entscheiden darüber, ob jemand weiterliest.
- Leistungsphasen weggelassen – wer LPH 5–8 bearbeitet hat, bewirbt sich auf etwas anderes als jemand aus LPH 2–3. Ohne Angabe rät das Büro, und meistens zu Ihren Ungunsten.
- „CAD-Kenntnisse" statt Systemnamen – gesucht wird nach Revit, ArchiCAD, Allplan, Vectorworks oder iTWO; Oberbegriffe finden weder der Büroinhaber noch ein Bewerbermanagementsystem.
- Die geschützte Berufsbezeichnung ohne Eintragung führen – „Architekt" darf nur schreiben, wer in einer Architektenliste steht. Vorher gilt der Abschluss, nicht der Titel.
- Der Lebenslauf als Gestaltungsprojekt – Sperrsatz, Textrahmen, dreispaltige Raster und Grafiken statt Text sehen im Büro gut aus und werden von Bewerbermanagementsystemen zerlegt. Gestaltungswillen gehört ins Portfolio, Lesbarkeit in den Lebenslauf.
- Portfolio ohne Eigenanteil – Teamprojekte ohne Angabe, was Sie selbst bearbeitet haben, fallen im Gespräch auf, spätestens bei der Frage nach dem Detail.

